Projektgruppe ZwangsarbeitProjektgruppe Zwangsarbeit

Wir freuen uns über Ihren Eintrag in unser Gästebuch! Ihre Wortmeldung wird im Laufe des Tages hier veröffentlicht. Die bisherigen Beiträge finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Ins Gästebuch eintragen
Anzeige: 6 - 10 von 45.
 

Gerhard Würl aus Schwarzhofen

Tuesday, 04-01-11 08:50

FLICK ist ein verurteilter KRIEGSVERBRECHER!!!

Die Benennung einer Straße nach ihn ist eine Schande für unsere Bundesrepublik Deutschland, für Bayern und für meinen Heimatlandkreis Schwandorf.

Es ist und bleibt eine fortwährende Verhöhnung der Opfer des KRIEGSVERBRECHERS FLICK.

Wir Oberpfälzer wurden nach dem Krieg vom Unternehmer Flick nur als billige und willige Arbeitskräfte gebraucht und ausgenutzt.

Seine verteilten Almosen dienten der Verschleierung und hatten als Zweck nur die Eigenwerbung.

Alle demokratischen Bürger mit Gerechtigkeitssinn und Geschichtsbewußtsein müssen auch im neuen Jahr 2011 weiter für eine Umbenennung kämpfen.

 

Dr. Oliver Hirsch

Friday, 24-12-10 08:15

Zitat aus der MZ vom 09.12.10:
"Die Anwohner sehen die Rolle Flicks im Gesamtzusammenhang der
damaligen Zeit, als die Soldaten an der Front kämpfen, Menschen unter dem
Bombenterror der Alliierten leiden und Zwangsarbeiter schuften mussten."

Ich finde es ungeheuerlich, dass die Leiden der Zwangsarbeiter derart relativiert werden und ein Vokabular benutzt wird, das höchst fragwürdig ist. Speziell das Wort "Bombenterror" kann man auf einschlägigen Internetseiten immer wieder lesen. Diese "merkwürdigen" Äusserungen erinnern mich wieder einmal sehr an die Diskussion in Flicks Heimatstadt Kreuztal. Dies zeigt, dass die Zeit der NS-Zustimmungsdiktatur in Deutschland bis heute völlig unzureichend bearbeitet wurde. Den Mitgliedern der Projektgruppe wünsche ich weiterhin Durchhaltevermögen. In Kreuztal hat es nach der ersten Initiative 20 Jahre bis zur Umbenennung des ehemaligen "Friedrich-Flick-Gymnasiums" gedauert. Irgendwann werden zukünftige Generationen den Mittäter Flick historisch angemessen beurteilen.

Dr.Oliver Hirsch
www.flick-ist-kein-vorbild.de

 

Chris Humbs

Wednesday, 22-12-10 16:19

Liebe Interessierte,
wir haben uns aus allen Umbenennungsdebatten herausgehalten. Zu Recht. Wir wollten lediglich informieren.

Nun wurde in Schwandorf abgestimmt. Der Straßenname bleibt.

Mit dem aktuellen Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung zur Umbenennungsdebatte wurde deutlich, dass sich viele Stadträte weiterhin dem Egoismus zuwenden. Die Opfer des Systems Flick werden nicht weiter beachtet, da man sie offensichtlich nicht in den eigenen Reihen vermutet. In der Werteordnung der status-quo-Verfechter haben "Fremde" in den oberen Rängen keinen Platz. Dies muss man zur Kenntnis nehmen. Befremdlich ist zugleich, dass man nicht erkennen kann oder will, dass das System Flick auch die eigenen Reihen indirekt geschädigt hat. Die Flick-Skandale rissen auch nach dem Krieg nicht ab. Der Steuerzahler hatte darunter zu leiden. Auch die Darstellung, dass Flick ein für die Oberpfälzer Gesellschaft besonders ehrenwerter Nachkriegsunternehmer gewesen sei, ist irritierend. Milliardär Flick zahlte die Löhne, die er mit den Tarifpartnern aushandeln konnte. Nicht mehr. Alle Extras kamen durch geschickte Verhandlungen der Gewerkschaftsvertreter zustande. Nicht durch die Gutmütigkeit eines Friedrich Flick. Dieser konzentrierte sich lieber auf seine Aktiengeschäfte: kaufen/verkaufen. Flick agierte wie eine Heuschrecke ohne emotionale Bindung zu seinen Unternehmen. Das erkannte bereit Bundespräsident Heuss und lehnte deswegen das Ansinnen der Bayerischen Staatskanzlei ab, Herrn Flick mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen.
Welche Auswirkungen sein Geschäftsgebahren im Einzelnen für die Arbeitnehmer hatte, interssierte Flick wenig. So die Historiker unisono. Wie gut es Flick verstand, mit einer cleveren PR-Strategie gegenüber den Arbeitnehmern ein nachhaltig anderes Bild von sich zu zeichnen, ist bis heute in der Oberpfalz zu bestaunen. Dies trotz intensiver Inoformationsdarreichung. Für Soziologen ist dieses Verhalten der status-quo-Stadträte sicherlich ein spannendes Wissenschaftsfeld.

Schade, dass offensichtlich über ein Zusatzschild in der Stadtratssitzung nicht einmal gesprochen wurde.

Mit besten weihnachtlichen Grüßen

Chris Humbs
Vorstand

 

Wolfgang Sachs aus 47058 Duisburg

Thursday, 16-12-10 17:47

Die Projektgruppe Zwangsarbeit leistet eine enorm wichtige Arbeit. Das Vergessen ist ein nachträglicher Sieg des Faschismus.
Die Erinnerung durch die Dokumentation führt uns vor Augen, daß der Faschismus auch "von innen",von vielen einzelnen Menschen gestützt wurde.
Die Auseinandersetzung mit diesem Thema kann nicht aufhören.

 

Gerhard Würl aus Schwarzhofen

Tuesday, 06-07-10 10:18

Es bewegt sich leider zu wenig. Wer sind hier die Verhinderer und warum?

Die politischen Mandatsträger müssen endlich ihre Verantwortung übernehmen und die Strassennamen nach Kriegsverbrechern und Nazis ändern.